Anfang 2003 fasste Beat Christen den Entschluss, sich selbständig zu machen. Zuerst vertrieb er unter dem Namen SCOOTERAMA nur Tuning-Parts auf Bestellung. Mitte 2003 fand sich dann aber ein geeignetes Lokal ca. (65m2) um einen Laden zu eröffnen. Zusammen mit einem langjährigen Freund und Rennfahrer-Kollegen, Daniel Hebeisen wurde der XX-Racing Shop in Herzogenbuchsee/BE eröffnet. Im Februar 2004 eröffnete Beat Christen zusätzlich in Konolfingen/BE einen zweiten Laden auf ca. (100m2), der unter dem Namen SCOOTERAMA lief.
Per 1. April 2005 expandierte XX-Racing und zog um an die Zürichstrasse 53 in Herzogenbuchsee. Gleichzeitig orientierte sich Daniel Hebeisen neu und verliess das Geschäft um sich einer neuen Aufgabe zu stellen. Kurz darauf kam Patrick Leemann als neuer Mitarbeiter dazu. Der mit viel Arbeit und Fleiss neu eingerichtete Megashop wurde ebenfalls unter dem Namen SCOOTERAMA eröffnet. Auf ca.(220m2) wurden viele Ersatzteile für Mofa, Scooter, Motorräder sowie sämtliche Tuningteile für solche und natürlich Bekleidung und Merchandising-Artikel angeboten!! Das Ziel war und ist es auch heute noch rund um den Zweirad-Motorsport, speziell im Sektor Roller, Maxi-Scooter, Mofa und 50cc bis 125cc Motorräder einen Top-Service zu bieten. Beratung, schnelle Lieferzeiten und das Ziel es immer etwas besser und die Träume unserer Kunden wahr werden zu lassen!
Im Mai 2007 entschlossen wir uns dazu, den Laden in Konolfingen zu schliessen. Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen, wer gibt schon freiwillig und gerne ein gut laufendes, an hochfrequenter Lage direkt an der Hauptstrasse liegendes Ladengeschäft auf?
Der Grund der dazu führte lag einfach darin, dass sich niemand qualifiziertes fand, der das Geschäft und den Laden weiter führen würde. Für uns war es einfach nicht mehr tragbar an beiden Orten zu arbeiten und ständig von Herzogenbuchsee nach Konolfingen, hin und her zu fahren!
Im Mai 2008 stiess ein weiterer Mitarbeiter in unser Team. Für den Bereich Marketing und Buchhaltung wurde Örkény Szarka eingestellt.
So fing das mit der Rennerei an….
Angefangen hat alles im unschuldigen Alter von ca. 10 Jahren. Bereits damals schraubten wir an unseren Mofas herum. Jede freie Minute verbrauchten wir in unseren Kellern, Werkstätten oder bei Kollegen in Garagen und schraubten, bauten und frisierten wir an unseren Mofas herum. Dabei ging auch einiges “flöten”, aber das gehört dazu wenn man ein guter Tuner werden will, irgendwie muss man ja aus den Fehlern lernen.
Bereits in diesem jungen Alter handelten wir mit Teilen. Tuningteile bestellten wir bereits damals direkt in Italien, Kollegen, und Kollegeskollegen und Verwandte sparten sich alle mühsam ihr Taschengeld, so dass wir eine grosse Sammelbestellung aufgeben konnten. Damals natürlich noch alles ohne Internet, auf schriftlichem Wege mit Bestellkarte ect. Jedesmal war die Freude riesig als endlich die lange ersehnte Lieferung ankam. Damals gabs noch Teile welche man seit Jahren nicht mehr kennt, wassergekühlte Zylinderkits von Polini für Piaggio Ciao, Auspuffanlagen von Shaft oder Faco, in unseren Garagen hingen oftmals bis zu 30 versch. Auspuffanlagen für Piaggio Ciao Mofas, heute sind vielleicht noch knapp die Hälfte davon im Handel erhältlich, ein paar wenige führen wir noch heute in unserem Laden. Das waren noch Zeiten…und das Zeugs lief für damalige Zeiten echt grandios!
Damals in den Anfangszeiten unserer Tuningkarriere gabs noch keine offiziellen Mofa Rennen, klar dass wir damals mit unseren hochgezüchteten Mofas auf der Strasse umher fuhren, wer machte das schon nicht in seinen Jugendzeiten? Erst ab 1997 wurden in der Schweiz dann Indoor Mofa Racing Cups durchgeführt, wo Beat Christen in der Kategorie „bis 100ccm“ fuhr. Da Beat mit seinem Puch Maxi mehr oder weniger eigentlich alles gewonnen hatte, wurde es ihm langsam langweilig und etwas neues musste her …
Eine neue Herausforderung musste nicht lange auf sich warten: die Schweizer Meisterschaft – der Swiss Cyclo & Scooter Cup – organisiert von der FMS (Föderation der Motorradfahrer der Schweiz). Neue Strecken, weg von der Indoor Kartbahn raus, auf breite, offene schnelle Kratbahnen draussen. Diese neue Herausforderung forderte Beat dann auch Sprichwörtlich… 2 Jahre ohne Sieg folgten, um einen Platz konnte er den Sieger nicht vom Podest schupsen. Der erste Platz war ihm nicht vergönnt und der zweite Platz auf dem Siegerpodest war unbequem – es musste sich also was ändern!
2002 stieg Beat Christen dann auf Scooter um, fegte mit seiner Gilera Runner alle von der Strecke und fuhr schnurstracks auf das Podest. Der erste Schweizer Scooter Meisterschaftstitel gehörte ihm! Nachdem er im Jahr 2003 aus zeitlichen Gründen nicht alle Rennen fahren konnte und er ausserdem auch einen schlechten Motor hatte, lief es dann aber im Jahr 2004 wieder umso besser, Titel Schweizer Meisterschaft 2004 gewann er mit einer Piaggio Zip SP.
Im August 2004 durfte Beat als Schweizer Gastfahrer mit dem Team von Scooter-Attack das 24h Rennen auf dem Harz-Ring in Reinstedt (D) bestreiten und wie könnte es anders sein: das Team in dem Beat mitfuhr, stellte die Gilera ICE mit 180er Runner Motor natürlich auf den ersten Platz!
Im August 2006 fuhr Beat mit em Keller Corsa Team das 24h Rennen am Harzring Deutschland. Das Team fuhr knapp am Sieg vorbei und landete auf dem 2. Platz in seiner Klasse, knapp hinter dem Stage6 Scooter-Attack Racing Team !
Im August 2007 fuhr Beat und Patrick im Keller Corsa und Keller Corsa Junior Team das 24h Rennen am Harzring. Beide Teams waren von Anfang an sehr schnell und konstant unterwegs. Schlussendlich gewann das Keller Corsa Team vor dem Stage6 Racing Team den grossen Pokal des 24h Rennens vom harzring 2007. Das Junior Team lag auf dem 4. Schlussrang in der Klasse S3 !!
Im August 2008 fuhr Beat erneut mit dem Keller Corsa Team das 24h Rennen am Harzring mit. Das Keller Corsa Team führte wiederum einige Stunden das Rennen in seiner Klasse an, verlor dann jedoch gegen den Morgen in folge eines Kurbelwellenschadens einige Runden und belegte schlussendlich den 2. Platz in Klasse 3 !!